Wirtschaft

5 Gründe, warum die Gastro-Gutscheine reine Showpolitik sind

24 Jun , 2020  

Bürgermeister Michael Ludwig hat medial groß angekündigt, uns gnädigerweise mit Gastro-Gutscheinen zu beschenken – bis Donnerstag erhalten alle 950.000 Haushalte in Wien einen zugeschickt. Warum diese Gutscheine in Wahrheit bürokratisch, nicht treffsicher und obendrein populistisch sind, erfahrt ihr hier:

1. Man muss den Gutschein auf einmal einlösen, ansonsten verfällt der Rest. Dadurch profitiert vor allem die gehobene Gastronomie, denn 25 Euro, die gibt man nicht einfach so beim Wirten ums Eck, im kleinen Kaffeehaus, oder beim Würstelstand aus. 

2. Wer mit dem Service zufrieden ist und den Rest des Gutscheins gerne als Trinkgeld geben will, hat leider Pech gehabt – nicht möglich.

3. Die Gastro-Gutscheine sind so bürokratisch, dass gerade mal ein Viertel der Wiener Gastronomen mitmachen. Die Gutscheine müssen aufwendig in die Registrierkasse eingegeben werden, bei einem Bier braucht man getrennte Rechnungen, die Gastronomen müssen diese vorfinanzieren und dem Geld nachlaufen und die Gutscheine müssen drei Jahre lang aufgehoben werden.

4. Auch wenn der Bürgermeister oder der Wirtschaftskammerpräsident uns die Gutscheine als Geschenk verkaufen wollen, werden sie mit unserem Steuergeld finanziert. Das Geld wird bei der einen Tasche weggenommen und bei der anderen wieder gönnerhaft zurückgegeben.

5. Diese Wahlkampfgutscheine kosten 40 Millionen Euro. Würden wir dieses Geld direkt in die Hand nehmen, könnten wir alle Wiener Wirte mit 6000 Euro unterstützen. Das wäre direkte, sinnvolle Hilfe statt dieser populistischen Wahlkampfgutscheine.


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